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09.07.sehr kritischMicrosoft Word unspezifizierte Codeausführung
09.07.problematischMicrosoft SQL Server und MSDE INSERT Statements Pufferüberlauf
09.07.problematischMicrosoft SQL Server und MSDE Database Backup Dateien Pufferüberlauf
09.07.problematischMicrosoft SQL Server und MSDE Query-Typenkonvertierung Pufferüberlauf
09.07.problematischMicrosoft SQL Server und MSDE Memory Page Reuse Auslesen vertraulicher Daten

Zeige alle Schwachstellen dieses Monats

Neueste 5 Downloads
915 Sophos A bis Z der Computersicherheit
Sophos, Allgemein (Dokumente), 20. Jul 08 : 12:10
Dieses Büchlein wird von Sophos zu Werbezwecken verdient. Es stellt in einem ersten Teil die Bedrohungen von A bis Z, wie man sie im Internet antrifft, vor. In gleicherweise werden im zweiten Teil Schutzmassnahmen erwähnt. Kurz und bündig wird so der Leser an die Materie herangeführt. Technische Details und weiterführende Diskussionen fehlen, so dass es wirklich nur als seichte Unterhaltung und Einführung gedacht ist.
914 eBay Hack (S.M.)
S.M. (aka. SevenUp), Social Hacking (Dokumente), 20. Jul 08 : 12:03
Dieses nicht unumstrittene Dokument bespricht Schritt für Schritt, wie ein technisch gestütztes Phishing per HTML-Email und PHP-Skript durchgeführt werden kann, um Login-Informationen für eBay abzufangen. Der Beitrag weist einige technische Fehler auf und ist zu grossen Teilen veraltet. Aus diesem Grund wird ihm primär nur noch historisches Interesse entgegengebracht.
913 Angriff und Verteidigung in Computernetzen
Alexander Koch, Allgemein (Dokumente), 20. Jul 08 : 11:57
Die leider etwas karge Präsentation beleuchtet verschiedene Gesetzesartikel, die auf Computerangriffe und Strike-Back-Verfahren angewendet werden können. Dabei werden sowohl die deutsche als auch die schweizerische Rechtssprechung berücksichtigt. Ein interessanter Beitrag, der die Gefahren von automatisierten Schutzmechanismen auf einer nicht-technischen Ebene zu verdeutlichen in der Lage ist.
912 Cross-Site Scripting (Compass)
Ivan Bütler, Webserver (Dokumente), 20. Jul 08 : 11:49
In diesem einfachen Artikel werden die Grundlagen von Cross Site Scripting-Attacken aufgezeigt. Dabei werden sowohl serverseitige als auch clientseitige Varianten besprochen und zudem darauf hingewiesen, dass sich dies mit jeglicher Art von Scripting (JavaScript, VBscript, etc.) durchsetzen lässt. Die Einfachheit des Papiers macht es vor allem für Einsteiger leicht zu lesen.
911 Internet Networking - Measuring Distance and Bandwidth between Hosts
Werner König, Netzwerke (Dokumente), 01. Apr 08 : 21:43
In dieser Seminararbeit werden diverse Algorithmen zur Berechnung von Bandbreiten bestimmter Verbindungen zwischen Hosts besprochen. Es werden Troughput, Pathchar und vor allem Packet Pair beschrieben sowie ihre Vor- und Nachteile dargestellt. Ein interessantes Gebiet, welches ausserhalb akademischer Bereiche fast keine Beachtung findet.

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Schon gewusst, dass...
...Alan Turing 1953 eines der ersten Schachprogramme entwickelte, dessen Berechnungen er mangels Hardware selbst durchführte?

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Zitat des Augenblicks (id 34)
"Experten widerspricht man nicht! Besser man wartet bis sie es selber tun." - unbekannte Quelle

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An diesem Tag...
ID 678 1968: Geburtstag von Hans Heinrich Hübner
ID 190 2005: Der russische Spammer Vardan Kushnir wird mit eingeschlagenem Schädel tot aufgefunden

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Buchtipp
TCP/IP Illustrated, Volume 2: The Implementation von Gary R. Wright und W. Richard Stevens: Dieses Buch beschäftigt sich sehr intensiv mit der TCP/IP-Implementierung ansich. Für Programmierer und Netzwerk-Administratoren sehr interessant.

TCP/IP Illustrated, Volume 2: The Implementation
von Gary R. Wright und W. Richard Stevens

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Denkstrukturen (Montag, 21. Juli 2008 - 10:14:59)
[Marc's Blog] In einer der vielen Sherlock Holmes Geschichten postuliert der Meisterdetektiv, dass das Gehirn wie ein Dachboden sei. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Möbeln, die darin Platz hätten. Und man will seinen Dachboden (in der Schweiz sagen wir Estrich) doch nicht mit unnötigem Gerümpel vollstopfen. Ich mochte diese Aussage. Vielleicht deswegen, weil ich eine unendliche Vergesslichkeit, wahrscheinlich durch meine beiden Eltern geerbt, mit mir herumtrage.

Aus Sicherheitsgründen erhält ein jeder unserer Kunden ein Pseudonym. Ein Grosskunde könnte zum Beispiel "Auto" genannt werden. Die jeweiligen Projekte, sind sie denn etwas grösser, wären dann zum Beispiel Ferrari, Porsche und Bentley. Und kleinere Projekte würden Golf, Volkswagen oder Audi heissen. usf.

Wie immer konnte ich mir mal wieder nicht merken, wie der von mir soeben bearbeitete Kunde mit Pseudonym hiess. So durchstöberte ich also unseren Dateiserver nach einem Namen, der mir bekannt vorkam. Meistens wenn ich das Pseudonym sehe, dann fällt mir sofort ein, welcher Kunde es war. Mindestens 10 Minuten durchsuchte ich also die Verzeichnisstruktur nach irgendeinem Hinweis. Plötzlich drehte ich mich zu Stefan um und sagte:

    "Sehr gut. Mittlerweile habe ich sogar vergessen, warum ich den Kunden gesucht habe!"


Vergesslichkeit ist schon was schlimmes. Sie hat aber auch ihre guten Seiten. Nein, ich will hier nicht auf das geminderte Risiko neurotischer Verhaltensweisen eingehen. Viel mehr hat es damit zu tun, dass ich zum Beispiel gar nie in Frage komme, jemandems per Zufall erfahrenes Passwort zu missbrauchen: Ich vergesse ja selbst meine eigenen Passwörter, wie soll ich dann auch noch diejenigen anderer gebrauchen können?

Der entscheidende Vorteil meiner Vergesslichkeit ist jedoch, dass ich aufgrund dieser enorm systematisch vorgehen muss. So mag ich Linearität ungemeint. Dinge müssen in einem sequentiellen Batch-Modus (FIFO) abgearbeitet werden. Ich kann mich wohl an die komplexesten Probleme wagen. Sofern ich diese in einer geordneten Reihenfolge angehen kann.

Dies hat mitunter dazu geführt, dass ich eine Reihe sonderbar erscheinender Techniken für die Arbeitsbewältigung und Erinnerung entwickelt habe. So kann ich mir sehr gut Telefonnummern merken. Nein, nicht die Nummern selbst, sondern quasi ein Pseudo-Hash dieser. Ich merke mir die Vorwahl und die letzten beiden Ziffern. Die Chancen sind sehr gering, dass ich zwei Leute kenne, die die gleiche Vorwahl und die gleichen letzten zwei Ziffern haben. So muss ich mir anstelle einer Nummer wie 044 445 18 18 nur die Nummernfolge 44-18 merken. Das ist sehr einfach, selbst für mich. Wie bei jeder One-Way Funktion habe ich aber auch hier das Problem, dass ich Nummern nur erkennen, sie jedoch nicht generieren kann. Was solls, ich telefonier eh nicht gerne!

Zahlenfolgen merke ich mir sodann als Muster auf einem Number Pad. Die Telefonnummern meiner besten Freunde sind alle entweder quadratisch oder sternförmig. Oder halt etwas dazwischen. So habe ich mir auch die erste auswendig gelernte Telefonnummer, nämlich diejenige meiner Grossmutter, gemerkt. Selbst heute noch habe ich Probleme, die Nummer aufzuschreiben. Ich kann aber innert Sekunden das Muster aufzeigen. Zur Erkennung der Nummer besinne ich mich übrigens an 56-65. Symmetrie mag ich ganz besonders!

Daten gleicher Wertigkeit, zum Beispiel Attribute von Gegenständen oder Einkaufslisten, speichere ich in einer zweidimensionalen Matrize. Meistens hat diese nur zwei Spalten und auch hier arbeite ich mit "Hash-Werten". Handelt es sich um weltliche Dinge, merke ich mir Symbole einzelner Gegenstände. Dabei benutze ich entweder die Silhouette des Gegenstandes (das ist bei einem Ei nicht sehr schwer) oder irgend einer auffälligen Gegebenheit (z.B. die Radkappen eines Autos).

Muss ich mich an gewisse Einzelheiten erinnern, greife ich auf die Mengenlehre zurück. Habe ich beispielsweise Zahnpasta zu kaufen, denke ich an mein Badezimmer, die Ablage und die Gegenstaende darauf. Dann Subtrahiere ich alles, was ich weiss, dass ich es noch habe, um dann auf das zu kommen, was mir fehlt. Diese Technik von Differenz und Komplement funktioniert ganz gut. Wenn auch sie in gewissen Situationen nicht gerade die beste Performance zu gewährleisten in der Lage ist.

Meine Systeme sind leider unnötig komplex, das muss ich eingestehen. Und so kann es durchaus vorkommen, dass mir gewisse Leute nachsagen, ich sei noch immer ein verwirrter und verschrobener Kopf. In gewissen Situationen mag dies stimmen. Doch ich bin froh, dass ich mich an gewisse Sachen erinnern kann. Übrigens vergesse ich Dinge nie, die mir Freude oder Leid bereitet haben. Es scheint, als sei es also mein Herz, das für die wichtigsten Erinnerungen zuständig bleibt.

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Ich mag das iPhone und Apple nicht! (Montag, 14. Juli 2008 - 09:15:26)
[Marc's Blog] Ja, ich mag das iPhone nicht. Wieso? Da gibt es viele Gründe. Der nüchternste ist, dass es nur ein Stück Elektronik ist, mit dem man eher unspektakuläre Dinge machen kann. Telefonieren zum Beispiel. Oh ja, man kann damit auch ins Internet. Aber das konnte ich auch schon mit meinem Nokia 9100, das ich vor über 10 Jahren gekauft hatte. Und auch mit dem 9110, das ich rund zwei Jahre spaeter gekauft hatte. Und mit dem 9210, das ich ebenfalls kaufte, aber nach zwei Monaten kaputt machte, weil es nonstop abstürzte. Ach ja, und mit all den anderen Highend-Gadgets, wie sie zum Beispiel sehr schön (ästhetisch und technologisch) durch HTC vorangetrieben wurden.

Ich habe es also schon "gesehen", wie es ist, mit einem multifunktionalen Handy herumzulaufen. Überall Emails lesen, überall Surfen, überall Fotos anschauen, überall Musik hören. Sehr gut. Doch brauch ich das? Nein, eher weniger. Ich bin an einem Arbeitstag rund 10 Stunden im Büro und habe dort einen ADSL-Anschluss, den ich von meinen 3 Rechnern aus bedienen kann. Am Abend nach Hause brauche ich rund 45 Minuten und dann hab ich wieder Internet. Und zwar über eine 10 Mbit Leitung, an der ich 7 Rechner angeschlossen habe. Wieso sollte ich auch noch unterwegs Internet und einen "Rechner" dabei haben? Sowas brauch ich nicht, wie viele andere auch nicht.

Eine wirkliche Abneigung gegen das iPhone selbst habe ich eigentlich nicht. Die Software-Ergonomie dessen ist zum Beispiel wirklich hervorragend. Es sind viel mehr die Evangelisten, die religiösen Fanatiker, die das kleine Stück Elektroschrott mit Leib und Seele verteidigen ... Die gehen mir auf die Nerven! Da hört man dann normale Leute darüber schwärmen, wie toll das iPhone und Apple doch seien. Hakt man dann nach, was denn so gut am Gerät ist, dann kriegt man eine eher sinnentleerte Antwort wie "es ist einfach cool" zu hören. Ja, genau: Ich kaufe mir Dinge, weil sie cool sind!? Auf welcher Ebene diskutieren wir hier denn? Als Paris Hilton auf dem geistigen Niveau eines Kleinkinds?

Die Apple-Jünger lassen sich buchstäblich von ihren heraufbeschworenen Göttern verarschen. Bestes Beispiel ist das MacBook Air. Es wurde als absolutes Non-Plus-Ultra und unübertrumpfbare Neuerung heraufbeschworen. Eine Kollegin quasselte mich am Tag des Launches den ganzen Abend damit voll, wie toll das Ding doch sei (was tut man nicht alles für Sex?). Nach einiger Zeit wies ich sie lächelnd darauf hin, dass ich vor etwa 4 Jahren ein Toshiba Portégé R200 mit den gleichen Abmessungen gekauft habe. Und, hat es mich glücklich gemacht? Hat es mich cool gemacht? Nein. Aber das wusste ich auch schon, bevor ichs gekauft habe. Denn ich hatte es gekauft, weil ich es brauchte und nicht weil ich es nur wollte.

Ursprünglich waren es die Geeks und Nerds, die sich an Gadgets wie dem Nokia Communicator, RIM BlackBerry oder ASUS EeePC erfreut haben. Die hatten wenigstens ein bisschen technische Ahnung davon, warum sie die Dinger "cool" fanden. Manche von ihnen haben gar ein SDK organisiert und ihre Spielsachen selbst erweitert. Heute sind es aber die "trendigen" Leute, die irgendwelche gehypte Massenware vergöttern: Keine Ahnung von der Technik und sich dennoch dank dieser wichtig fühlen? Tja.

Ich sehne mich ein bisschen danach zurück, als ich am morgen auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn noch schief angeguckt wurde, als ich mit Kopfhörern die ersten Folgen von CSI: Las Vegas auf meiner alten PSP geschaut habe. Nein, nicht weil ich mich damals wichtig gefühlt habe. Sondern weil ich wusste, dass ich mir damit Komfort und mit diesem einen Mehrwert erschlossen habe. Darum soll es schliesslich gehen. Und nicht um sozialen Status. Es widert mich buchstäblich an, wenn Leute sich durch ihren Besitz definieren. Und die iPhone-Jünger tun schlussendlich nichts anderes mit ihrem bescheuerten Gehabe.

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Es ist schön zu verstehen (Montag, 7. Juli 2008 - 09:42:45)
[Marc's Blog] Schon im Kindesalter habe ich begonnen, mich für die Psychoanalyse zu interessieren. Durch Sigmund Freuds Schriften zur Traumdeutung bin ich irgendwann über die Abhandlungen seiner psychopathologischen Betrachtungen im Alltagsleben gestolpert. Der Mensch, sein Denken und wie es funktioniert, hat spätestens seit dann eine enorme Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Deren Unbändigkeit hat dazu geführt, dass ich mich zunehmends und fortwährend mit den psychologischen Hintergründen der menschlichen Verhaltensweise, auch in soziologischer Hinsicht, auseinandergesetzt habe. Mitunter auch deshalb, um mich vor unliebsamen Überraschungen schützen zu können.

Durch das gegebene Interesse fokussierte ich mich zwischenzeitlich ebenso auf psychische Störungen grösseren Ausmasses. Das neurotische Verhalten und die Schizophrenie als solche waren Themen, denen ich eine unglaubliche Leidenschaft entgegengebracht habe. Als ich mit 16 Jahren davon hörte, dass der vermeintlich grösste Philosoph des letzten Jahrhunderts, namentlich Friedrich W. Nietzsche, an Schizophrenie lidt und an "Gehirnverweichlichung" zugrunde ging, wollte ich mir unbedingt eine Biographie zu seiner Person zu Gemüte führen. Ich glaubte mit der Durchsicht seines Lebens ein Verständnis dafür erlangen zu können, welche äusseren Einflüsse gegeben sein müssen, um derartige Erkrankungen auslösen zu können. Also quasi der indirekte Schritt zur umfassenden Epikrise.

Mit höchster Aufmerksamkeit verfolgte ich die Ausführungen jenes Büchleins, das ich mir von der Stadtbibliothek ausgeliehen hatte. Zu meinem Erstaunen war Nietzsche eine besonders faszinierende Persönlichkeit, die durch ihre verworrene Vielschichtigkeit erst sehr viel später als Grösse der Philosophie anerkannt werden sollte. Die wohl grösste und nie in Frage gestellte Liebe Nietzsches war das Lesen. Eine Unmenge an Büchern hat er verschlungen, sie mit Notizen und Kritzeleien der Nachwelt hinterlassen. Er war ein Konsument klassischer Philosophie (vornehmlich griechische Denkweise, nur wenig von römischen Philosophen), der nur dank dem zu einem Produzent neuzeitlicher Philosophie werden konnte.

Als ich die Passagen, die sich diesem Wesenszug Nietzsches annahmen, durchlas, wurde mir eines klar: Die Welt steckt voller Rätsel, die teilweise schon seit Beginn der Zeit bestehen. Schon so mancher Denker hat sich in sie hinenfühlen wollen, dies vielleicht gar schon geschafft und seine Erkenntnisse für die Nachwelt festgehalten. Es liegt nun nur noch an den Nachfahren, die dokumentierten Weisheiten einzusehen, aus ihnen zu lernen und sie weiterzuentwickeln. Die Welt steckt also nicht nur voller Rätsel, sondern auch voller Antworten, die eigentlich nur noch gefunden werden müssen.

Mit dieser Erkenntnis setzte bei mir ein enormer Lesedrang ein. Dem Fernsehen gänzlich abgeschworen las ich teilweise bis zu drei Bücher pro Woche. Und zwar nicht bloss irgendwelche seichte Belletristik. Nein, viel mehr war ich an klassischer Literatur (Dante, Schiller, Shakespeare) und Abschriften zu Naturwissenschaften (Aristoteles, Feynman, Fromm) interessiert. Die Schönheit des Lesens besteht für mich darin, etwas zu verstehen. Der Ausspruch "Ich denke, also bin ich" (Cogito ergo sum) des Philosophen René Descartes sollte mehr Wahrheit in sich bergen, als ursprünglich durch mich angenommen.

Auch heute noch bin ich in grösster Erregung, wenn ich eine (neue) Sache betrachten darf und sie verstehen will. Dies können vermeintlich einfache Dinge sein, wie zum Beispiel das Verhaltensmuster von Tauben, die sich an einem Bahnsteig ihrer Nahrungssuche widmen. Aber auch theoretische Konstrukte wie die Diskussion zu Speichersegmenten in IA-32 Architekturen tragen mich schlussendlich immerwieder zur Freude.

Die gegebene Leidenschaft ist schon fast zur Sucht geworden. Es ist sehr schwer für mich, einfach mal nichts zu tun. Einerseits dankbar, leide ich manchmal ein bisschen darunter. So ist es stets gegeben, dass ich mit einer ungeheuren Müdigkeit gestraft bin. Vor allem der Urlaub in einem fremden Land setzt mir in der Hinsicht überdurchschnittlich zu. Dass ich dann mal eben bis zu 16 Stunden schlafen kann, obschon ich ja eigentlich nur "fauler Tourist" gespielt habe, ist dann keine Seltenheit. Denken tue ich am liebsten an einem altbekannten Ort, an dem sich die äusseren und damit ablenkenden Reize in Grenzen halten.

Dies soll mich aber nicht davon abhalten zu geniessen, dass ich das Glück habe, viele Dinge dieser vielfältigen Welt betrachten und verstehen zu dürfen. Ich freue mich schon darauf, über das nächste Rätsel stolpern zu dürfen. Auch wenn ich es vielleicht weder umfänglich verstehe noch lösen kann, so erfreue ich mich im mindesten an seiner Komplexität. Auch wenn ich nach Aussen nur selten den Anschein erwecke, bin ich genau ob dieser immerwährenden Fröhlichkeit grundsätzlich stets zufrieden - Wenn auch nur für wenige Augenblicke.

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Archiv
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